Wintergrillen im Trend - © Weber-Stephen Deutschland GmbH/www.weber.com

Wintergrillen im Trend

Brutzeln bei Minusgraden

Grillen ist nur was für den Sommer? Von wegen! Mit diesen Profi-Tipps macht Grillen auch im Winter Spaß. Bart Mus, Chef-Grillmeister der Weber Grillakademie Original®, erklärt worauf es beim Wintergrillen ankommt und verrät leckere Rezepte für Spanferkelkeule und Räucherforelle. Denn Grillen im Winter liegt im Trend. Kein Wunder, schließlich ist eine Grillparty bei Eis und Schnee ein ganz besonderes Erlebnis.

Die Vorbereitung

Bei Minusgraden kann das Vorheizen oder auch das Garen der Gerichte ein bisschen länger dauern. Daher ist es wichtig, dafür genügend Zeit einzuplanen. Um die Kälteeinwirkung von außen möglichst gering zu halten, sollte man den Grill an einem windgeschützten Ort aufstellen. Den Anzündkamin mit der durchglühenden Kohle am besten direkt auf den Kohlerost stellen. So wird der Kessel gleich mitgewärmt und ein zu schneller Temperaturwechsel vermieden. Wenn der Grill nach dem Grillen abgekühlt ist, empfiehlt es sich, ihn mithilfe einer Abdeckhaube vor Witterungseinflüssen zu schützen. Wichtig: Kohle & Co. sollten nicht draußen gelagert werden, weil die Brennmaterialien sonst feucht werden könnten und im entscheidenden Moment nicht funktionieren. Und vor allem gilt: Egal ob Holzkohle-, Gas- oder Elektrogrill – gegrillt wird immer im Freien.

Das Grillgut

Ob klassisches Steak, Gänsebraten, Hühnchen, Truthahn, Braten oder geräucherter Fisch: Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt – sogar Glühwein kann auf dem Grill zubereitet werden. Der Wintergrill-Experte Bart Mus empfiehlt jedoch vor allem große Fleischstücke: "Diese kühlen zum einen nicht so schnell aus. Zum anderen kann man die Zeit, während das Fleisch auf dem Grill gart, entspannt mit seinen Freunden oder der Familie genießen."

Das Grillen

Für alle Grills gilt: Den Deckel so selten wie möglich öffnen, damit die Hitze nicht entweicht, sondern im Inneren bleibt. Durch die niedrigere Luftfeuchtigkeit glühen Holzkohle und Briketts übrigens im Winter deutlich länger – und ermöglichen so besonders ausgedehnte Grillabende. Der Wintergrill-Experte rät: "Wenn das Grillgut dann gar ist, packt man es am besten gleich in Alufolie ein, um es in Ruhe nachgaren zu lassen und warmzuhalten." Vorgewärmte Schüsseln und Teller helfen, dass Fleisch und Beilagen nicht so schnell auskühlen. Praktisch ist auch ein Digitalthermometer mit Timerfunktion – so muss man nicht ständig kontrollieren, wie weit das Grillgut ist. Stattdessen gibt das Thermometer automatisch Bescheid, sobald die entsprechende Kerntemperatur erreicht ist.

Winter-Highlight: das Räuchern

Ob klassische Räucherforelle oder geräucherte Putenbrust – das langsame Garen und der aromatische Rauch, der sich durch die Hitze ausbreitet, verleihen Fleisch, Fisch und Gemüse einen besonderen Geschmack. Unterschiedliche Räucherutensilien sorgen zudem für Abwechslung bei der Zubereitung: Eingerollt in dünne Wood Wraps erhalten zarte Fischfilets beispielsweise ein würziges Aroma. Alternativ kann man Fisch oder Fleisch auch auf einem zuvor gewässerten Räucherbrett auf den Rost legen. Oder ganz klassisch große Holzstücke, die so genannten Wood Chunks, unter die Kohle mischen und damit das Grillgut räuchern. Firmen wie Weber bieten spezielles Räucher-Equipment wie den Smokey Mountain CookerTM an, bei dem Experimentierfreudige voll auf ihre Kosten kommen.

Die Rezepte

Spanferkelkeule vom GrillSpanferkelkeule

Zutaten für 6 Personen
1 Spanferkelkeule ca. 2,5-3kg
10 Rosmarinzweige
6 Zehen Knoblauch
Salz und Pfeffer aus der Mühle
Rapsöl zum Bestreichen
1 Handvoll Fire Spice Chips (Sorte: Kirschholz) zum Räuchern

Zubereitung
1. Den Weber Gas- oder Holzkohlegrill für eine Hitze von ca. 110°C vorbereiten.
2. Eine Handvoll Fire Spice Kirschholz Chips für mindestens 30 Minuten in Wasser einlegen.
3. Die Spanferkelkeule mit dem Rapsöl bestreichen und mit Salz und Pfeffer würzen.
4. Mit einem Messer kleine Schlitze in die Spanferkelkeule ritzen und anschließend die Schlitze mit Rosmarin und Knoblauch spicken.
5. Die gewässerten Fire Spice Chips auf die Glut legen. Danach die Keule zum Räuchern auf den Rost legen. Die Spanferkelkeule ca. 7 bis 8 Stunden garen. Dabei stündlich die Kerntemperatur (ca. 80-85°C) überprüfen.


Räucherforelle vom GrillRäucherforelle

Zutaten für 2 Personen
1 Forelle am Stück, küchenfertig
Rapsöl
1 Bund glatte Petersilie
Knoblauch nach Belieben
Salz und Pfeffer aus der Mühle
1 Handvoll Fire Spice Chips (Sorte: Kirschholz) zum Räuchern

Zubereitung
1. Den Weber Gas- oder Holzkohlegrill für eine Hitze von ca.160°C vorbereiten (40 Briketts bei Holzkohlegrills).
2. Eine Handvoll Fire Spice Kirschholz Chips für mindestens 30 Minuten in Wasser einlegen.
3. Die Forelle mit Öl bestreichen und mit Salz und Pfeffer würzen.
4. Petersilie und Knoblauch grob hacken und die Zitrone vierteln. Anschließend die Forelle mit Petersilie, Knoblauch und Zitrone füllen.
5. Die gewässerten Fire Spice Chips auf die Glut legen. Danach die Forelle auf den Grill legen und bei 160°C ca. 15 Minuten grillen.

Ob Grillen auf dem Balkon erlaubt ist, weiß dresden-fernsehen.de